Nachdem wir in Himare mit Meerblick gefrĂŒhstĂŒckt hatten, ging es weiter mit den sauber gewaschenen FahrrĂ€dern und den sauberen Trekking-Sandalen. Und es kam, wie es kommen musste, wir fuhren voll wieder in extreme Steigungen und hartem Gegenwind; das weitere Streckenprofil und der Wetterbericht zeigten uns nichts Besseres. Wir hielten Ausschau nach einer Mitfahrgelegenheit die uns nach Sarande bringen sollte. Bei einer Schreinerei haben wir sehr hilfsbereite Albaner gefunden. Sie organisierten ein Fahrzeug, dass uns nach Sarande brachte (ca. 50km/900mAufstieg) ĂŒber den steilsten Teil der Strecke. Wir erwarteten einen Lieferwagen fĂŒr uns unsere Bikes, aber es kam ein alter «Mercedes». So kamen wir auch noch zu einer fahrt im Statussymbol der Albanerđ Der Fahrer, ein Albaner der nur Albanisch sprechen konnte, war sehr freundlich und seine vorsichtige Fahrweise hat uns beruhigt! Von Sarande aus ging es dann mit den FahrrĂ€dern weiter bis Igoumenitsa (ca. 70km und weitere ca. 800m Anstieg). Es war wieder eine wunderschöne Landschaft und durch die Dörfer im Hinterland gab es immer wieder etwas Interessantes zu sehen. Unterwegs haben wir noch den Aussteiger «David mit seinem Einkaufswagen» getroffen. Er ist vor 2 Jahren in Mecklenburg-Vorpommern gestartet und seit dieser Zeit «on Tour», mit dem Ziel Afrika und 10 Jahre zu wandern ohne Geld und anderes Material. Er «erbettelt» sich alles was er zum Leben braucht!!! Der Gegenwind war nach wie sehr stark. Unser Fanclub (eine Gruppe Ziegen) hat uns TatkrĂ€ftig angefeuert und uns einen zusĂ€tzlichen Kraftschub gegeben. Kurz nach dieser «tierischen» Begegnung haben wir die Albanisch/Griechische Grenze problemlos passiert. Von dort aus haben wir wieder richtig «Gas» gegeben (ohne Mittagessen) mit dem Ziel die NachtfĂ€hre von Igoumenitsa nach Brindisi noch zu erreichen. Um ca. 16.30Uhr sind wir in Igoumenitsa eingetroffen und konnten ein Ticket mit Schlafkabine kaufen. Danach ging die «Warterei» los! Um 22.00Uhr mussten wir mit den FahrrĂ€dern einchecken und an der Anlegestelle der FĂ€hre warten. Um ca. Mitternacht ist dann die FĂ€hre eingetroffen und es sind ĂŒber 200 Lastwagen aus dem Bauch der FĂ€hre herausgefahren. Es begann zu regnen und wir mussten weiterhin im Regen bis ca. 01.30Uhr warten. Der Griechische FĂ€hreneinweiser hatte wohl etwas gegen uns und hat uns extra so lange warten lassen!? Danach haben wir die FahrrĂ€der parkiert und sind «blitzartig» in die Koje und dort todmĂŒde in das Bett gefallen!























In Griechenland angekommen, kamen mir (Ueli) natĂŒrlich sofort Thomas und Benni mit dem https://sokratesmapconcept.com in den Sinn.
Von Sokrates, dem altgriechischen Philosophen (469 â 399 v. Chr.) passen von seinen zahlreichen Zitaten auch zwei besonders gut zu unserem Reiseabenteuer:
«Ich weiss, dass ich nichts weiss» ….. aber auch unser Navi nicht => Odyssee abseits der Strassen und
«Wer etwas bewegen will, sollte erst sich selber bewegen» …. Lange Fahrten im harten Gegenwind…
PS: Die Kacheln sind und bleiben grĂŒn đ
Herrlich…ihr seid unglaublich.
Machts gut!
Lieber Ueli, danke, dass Du an uns denkst – und ja, da kommt mir noch âphanta rheiâ – alles fliesst, in den Sinn, Eure Regenfahrten, der Freund Gegenwind, und Ihr beide tapferen âOdysseusseâ, das Ziel klar vor Augen.
Herzlich Thomas