Eigentlich wollten wir heute von Ishull Shengji nach Tirana fahren. Nach dem feinen FrĂŒhstĂŒck hat uns der Hotelier gefragt, was unsere PlĂ€ne fĂŒr heute seien. Er hat uns explizit von einer Fahrt mit dem Velo nach Tirana abgeraten. Es sei einerseits viel zu viel Verkehr Richtung Tirana, wie auch in der Millionenstadt selber und andererseits sei die Hafenstadt Durres viel schöner. Wir fuhren dann zuerst durch das Landesinnere auf Nebenstrassen. Diese Fahrt war eindrĂŒcklich und konnte an GegensĂ€tzen zwischen arm und reich fast nicht ĂŒberboten werden. Dann fuhren wir auf der stark befahrenen und extrem schlechten Strasse nach Durres (zum GlĂŒck hatte es teilweise Radstreifen!) und bekamen einen kleinen Vorgeschmack, wie der Weg nach Tirana hĂ€tte sein können; der Tipp vom Hotelier hat sich gelohnt!
Wir haben den Eindruck, dass es in Albanien mehr Autos (v.a. Mercedes) als Menschen gibt. Umso mehr erstaunen uns die «katastrophalen» ZustÀnde der Strassen; einfach krass!
Teilweise werden die teuren Autos, vor baufĂ€lligen HĂ€usern, auf Hochglanz poliert. Es scheint, dass das Auto wichtiger ist als ein schönes Zuhause. Wobei, wir sahen auch viele sehr schöne und sicher teure Villen, die neben baufĂ€lligen GebĂ€uden gebaut wurden. Nach ca. 45 km um 13.00 Uhr machten wir unseren Mittagshalt im Restaurant Venezia, welches direkt neben der Strasse stand. Der stolze Inhaber Doda Lulzim ĂŒberzeugte uns mit dem gemischten MeerfrĂŒchtesalat und mit Spaghetti Scampi. (Er hat 22 Jahre in Venedig beim Markusplatz gearbeitet und mit dem verdienten Geld seinen Traum, das Restaurant Venezia, verwirklicht!) Als wir weiter fahren wollte setzte Regen ein. Wir entschlossen uns noch ein Kaffee zu nehmen. Er offerierte uns diesen plus zwei feine Raki đ. Um ca. 17.00Uhr sind wir wohlbehalten in der schönen Hafenstadt Durres eingetroffen. Vieles ist neu aber auch sehr vieles ist alt und baufĂ€llig. Unser schönes Hotel Kloest liegt im Hafengebiet und macht uns einen sehr guten Eindruck. Morgen geht es dann Richtung Vlora weiter.















Liebe Ueli und Manfred
Wir verfolgen regelmĂ€ssig Eure Tour. Kaum zu glauben, dass Ihr schon bald in Griechenland sein werdet. Igoumenitsa liegt ja sehr nahe an der albanischen Grenze. Wir wĂŒnschen Euch weiterhin eine gute und erlebnisreiche Fahrt. Danke fĂŒr alles Berichten mit Bildern und Video. Als ob wir mit Euch unterwegs wĂ€ren!