Nach einem reichhaltigen, einheimischen Frühstück sind wir bei schönstem Wetter und schon sehr warmen Temperaturen losgefahren. Wir haben vorher die Strecke im Navi noch einmal ganz genau studiert und festgestellt, dass es eventuell noch eine Abkürzung gibt, die erst noch nicht so steil ist. Wir hatten Glück, es war wirklich so, das Navi hat uns nicht angelogen! Anstelle der 91km Länge und dem Anstieg von 680m, hatten wir «nur» eine Länge von 75km und einen Anstieg von 400m zu bewältigen. (Wir wurden also fast nicht müde!!!) Es war eine sehr angenehme Fahrt im inneren der Länder Montenegro und Albanien, teilweise hügelig wie bei uns im Jura. Um etwa 11.30Uhr haben wir die Grenze von Montenegro nach Albanien problemlos überquert. Was uns sofort auffiel, war die grosse Armut und die Gegensätze in Albanien. Einerseits wurden wir laufend von megateuren Autos überholt (Lamborghini, Mercedes und Audi) auf der anderen Seite waren zwei Pferdefuhrwerke auf der Hauptstrasse unterwegs und wurden von uns wie auch von 40-Tönner Lastwagen überholt. Einfach verrückt, wenn man das so sieht! In Albanien sind auch die meisten Leute Selbstversorger. Sie haben 2-3 Kühe, einige Hühner und einen grossen Gemüsegarten, den sie sehr pflegen. Leider ist das «Abfallbewusstsein» bei den meisten Leuten hier in Albanien nicht vorhanden. Nach dem Motto «aus den Augen, aus dem Sinn» wird alles weggeworfen und es ist überall schmutzig. Auch Bäche und Flüsse laden nicht zum baden ein. Ein grosses Problem sind die wilden, freilebenden Hunde. (War übrigens in Montenegro auch schon so.) Heute ist uns einer nachgerannt und zeigte uns seine schönen Zähne. (Wir waren aber schneller mit den Velos!)










